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Die Liebermann-Papiere - Roman

por Frank Tallis
Condición: Nuevo
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Frank Tallis Die Liebermann-Papiere - Roman
Frank Tallis - Die Liebermann-Papiere - Roman

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Entrega: entre jueves, 26 de mayo de 2022 y lunes, 30 de mayo de 2022
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Descripción

Mord, Dekadenz und Geisterbeschwörung: ein Krimi aus dem Wien der Jahrhundertwende und die Vorlage für die BBC-Serie „Vienna Blood“
Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Tod des jungen Mediums Charlotte Löwenstein gibt Rätsel auf. Es gibt keine Spuren von Gewalt, ein Abschiedsbrief deutet auf Selbstmord hin. Der Polizist Reinhardt glaubt weder daran noch an übersinnliche Kräfte und bittet den jungen Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann um Hilfe. Der ist bekannt für seinen kühlen Verstand. Und für seine unkonventionellen Methoden …
Premiere eines ungewöhnlichen Detektivs: der Psychoanalytiker Max Liebermann auf der Suche nach dem Mörder.

Colaboradores

Autor:
Frank Tallis

Detalles de producto

Traductor:
Holger Wolandt
Lotta Rüegger
Extracto:
Der Gott der Unwetter
Es war der Tag des großen Unwetters. Ich erinnere mich noch gut, weil mein Vater - Mendel Liebermann - vorgeschlagen hatte, im Hotel Imperial einen Kaffee zu trinken. Ich hegte den Verdacht, dass er etwas auf dem Herzen hatte...
Ein bedrohlicher schwarzer Wolkenberg türmte sich gleich einem Vulkanausbruch aus schwefligem Rauch und Asche hinter der Oper auf. Sein Umfang ließ auf den herannahenden Weltuntergang schließen, auf eine Katastrophe von pompejischem Ausmaß. In dem seltsam bernsteinfarbenen Licht wirkten die Gebäude gelbsüchtig. Die Statuen auf den Simsen des Opernhauses - Figuren der klassischen Mythologie - wirkten wie aus Schwefel gemacht. Ein Blitz ergoss sich über den Wolkenberg wie geschmolzenes Eisen. Die Erde bebte, und die Luft geriet böig in Bewegung, aber noch immer regnete es nicht. Das kommende Unwetter schien sich aufzusparen und Kräfte zu sammeln für einen apokalyptischen Wolkenbruch.
Das Bimmeln der Straßenbahnglocke riss Liebermann aus seiner Versunkenheit und verscheuchte ein paar Fiaker von den Schienen.
Als die Tram weiterrollte, sann Liebermann darüber nach, weshalb ihn sein Vater wohl sehen wollte. Nicht dass solch eine Verabredung ungewöhnlich gewesen wäre, aber die Art, und Weise mit der die Einladung ausgesprochen worden war, hatte ihn stutzig gemacht. Mendels Stimme hatte seltsam angespannt geklungen - dünn und unsicher. Seine Unbekümmertheit hatte aufgesetzt gewirkt und in Liebermann den Verdacht eines - möglicherweise unbewussten - Hintergedankens hervorgerufen. Was mochte sein Vater auf dem Herzen haben?
Die Straßenbahn drosselte im starken Verkehr des Kärntner Rings ihr Tempo, und Liebermann sprang ab, bevor sie an der Haltestelle zum Stehen kam. Er schlug den Kragen seines Astrachanmantels gegen den Wind hoch und eilte auf das Imperial zu.
Obwohl die Mittagszeit bereits vorbei war, ging es im Café des Hotels immer noch recht lebhaft zu. Kellner mit hoch erhobenen Serviertabletts schlängelten sich, einander ausweichend, zwischen den gut besetzten Tischen hindurch. Man unterhielt sich angeregt. Hinten im Café spielte ein Klavierspieler eine Mazurka von Chopin. Liebermann putzte seine beschlagenen Brillengläser mit seinem Taschentuch und hängte seinen Mantel an einen Kleiderständer.
»Ich begrüße Sie, Herr Doktor.«
Liebermann erkannte die Stimme und antwortete, ohne sich umzudrehen: »Meine Verehrung, Bruno. Wie steht's?«
»Bestens, gnädiger Herr, bestens.«
Als sich Liebermann umdrehte, fuhr der Kellner fort: »Wenn Sie mir bitte folgen wollen. Ihr Vater ist bereits da.«
Bruno geleitete Liebermann durch den belebten Saal zu einem Tisch, an dem, verborgen hinter den dicht bedruckten Seiten der Wiener Zeitung, Mendel saß.
»Herr Liebermann?«, sagte Bruno. Mendel faltete seine Zeitung zusammen. Er war untersetzt, trug einen imposanten Vollbart und hatte buschige Brauen. Sein finsterer Gesichtsausdruck wurde von zahlreichen Lachfältchen gemildert. Der Kellner meinte: »Ihr Herr Sohn.«
»Ah, Maxim!«, sagte der Alte. »Da bist du ja endlich!« Er klang leicht verärgert - als hätte man ihn warten lassen.
Nach kurzem Zögern erwiderte Liebermann: »Ich bin zu früh, Vater.«
Mendel konsultierte seine Taschenuhr.
»Tatsächlich. Nimm Platz, nimm Platz. Für mich bitte noch einen Pharisäer - und du ... Max?«
»Einen Schwarzen bitte, Bruno.«
Der Kellner deutete eine Verbeugung an und verschwand.
»Und«, meinte Mendel, »wie geht's dir, mein Sohn?«
»Ausgezeichnet, Vater.«
»Du schaust ein wenig magerer aus als sonst.«
»Wirklich?«
»Ja, etwas mitgenommen.«
»Das ist mir noch gar nicht aufgefallen.«
»Isst du auch ordentlich?«
Liebermann lachte: »Ja, ja, ich ess sehr gut. Und wie geht's dir, Vater?«
Mendel schnitt eine Grimasse.
»Na ja! Gut
Tipo de medio:
Tapa blanda
Editorial:
btb
Biografía del artista:
English
Frank Tallis ist Schriftsteller und praktizierender klinischer Psychologe. Für seine Romane, vor allem für seine Erfolgsserie um den Psychoanalytiker und Detektiv Max Liebermann, erhielt er zahlreiche Preise, u. a. den “Writers' Award from the Arts Council of Great Britain” und den “New London Writers' Award”. Tallis lebt in London.
Revisado:
"Sherlock Holmes trifft Sigmund Freud - ein überaus unterhaltsamer und spannender Krimi."
„Ein spannender Roman mit viel Zeitkolorit.“
Idioma:
Alemán
Título original:
Mortal Mischief
Edición:
Deutsche Erstausgabe
Número de páginas:
512

Datos base

Tipo de producto:
Libro de bolsillo
Dimensiones del paquete:
0.202 x 0.136 x 0.04 m; 0.599 kg
GTIN:
09783442734634
DUIN:
MGFN62U2510
15,86 €
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